PSB-Assistenzhunde unterstützen Menschen mit psychischen Erkrankungen im Alltag – zum Beispiel bei PTBS, Angststörungen, Depressionen oder Autismus.
Sie übernehmen keine „allgemeine Unterstützung“, sondern werden gezielt darauf trainiert, konkrete Situationen zu erkennen und darauf zu reagieren.
Wann ein PSB-Assistenzhund sinnvoll ist
Ein Assistenzhund kann sinnvoll sein, wenn im Alltag wiederkehrende Situationen auftreten, die allein schwer zu regulieren sind, zum Beispiel:
- Reizüberflutung im öffentlichen Raum
- Dissoziation oder Orientierungslosigkeit
- Angst- oder Panikreaktionen
- Probleme in der Aufmerksamkeits- und Reizsteuerung
- Unsicherheit in sozialen oder unübersichtlichen Situationen
Typische Aufgaben bei PTBS und ähnlichen Belastungen
Ein PSB-Assistenzhund wird auf konkrete Hilfeleistungen trainiert, z. B.:
- körperliche Regulation (z. B. Anlehnen, Druck geben)
- Unterbrechen von Zuständen (z. B. bei Dissoziation oder Panik)
- Orientierung im Raum (z. B. ruhige Positionierung, Führen)
- Distanz schaffen oder Kontakt ermöglichen
- Struktur und Verlässlichkeit im Alltag
Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Aufgabe, sondern das Zusammenspiel im Alltag.
Individuelle Ausbildung statt fertiger Hund
Ein bereits vollständig ausgebildeter Assistenzhund ist in der Praxis nur selten verfügbar.
Vor allem im psychosozialen Bereich ist es entscheidend, dass die Hilfeleistungen genau auf die jeweilige Person abgestimmt werden.
Das bedeutet:
• Auswahl eines geeigneten Hundes
• schrittweiser Aufbau der benötigten Funktionen
• Anpassung an den Alltag und die Lebenssituation
Ein Assistenzhund entsteht immer im Zusammenspiel von Mensch und Hund – nicht als fertige Lösung.

